Bild: © United Artists
Kultregisseur Howard Hawks erzählt in Scarface vom Aufstieg und Fall des Gangsters Tony Camonte in den amerikanischen 20ern. Plot und Figur basieren hierbei lose auf Al Capone, und dem gleichnamigen Roman von Armitage Trail. Der Film von 1932 zählt bis heute zu den Höhepunkten des Genres, und wurde 50 Jahre später prominent von Brian de Palma mit Al Pacino in der Hauptrolle neu verfilmt. Das Original kann man heute noch ausgezeichnet ansehen, obwohl man den Schauspielern und der Bildsprache die Nähe zur Stummfilmzeit deutlich ansieht. Aber das hat Charme, gerade der oscarprämierte Paul Muni spielt wirklich schön. Was den Film im Kontext seiner Zeit so besonders macht, ist seine düstere Dramaturgie, ein hohes Maß an Gewalt und Zerstörung. Der Klappentext wirbt heute noch mit “über 30 Leichen”. Auch spricht der Film zu Beginn den Zuschauer provokativ an: Was will die Regierung, was wollen Sie gegen diese Kriminalität tun? Während Tony Camonte also während der Handlung zum großen Gangsterboss aufsteigt, seinen alten Boss verdrängt und dessen Frau als seinige einfach übernimmt, bleibt ihm letztenlich das einzige Glück verwehrt. Und hier spielt Scarface ein wenig mit Tabus: Geschwisterliebe und Inzest werden angedeutet. So geht Tony Comante an seiner unerfüllten Liebe zu Cesca Comante, seiner Schwester, zu Grunde. Wer einmal die DVD-Version mit alternativem Ende in die Hände bekommt, sollte sich beide im Vergleich anschauen. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Für Filmfans des Genres oder des Film Noir, ist der Scarface von 1932 eine Empfehlung. Zählen Howard Hawks Filme sowieso zu absoluten Klassikern, und sonderlich zu altern scheinen sie auch nicht.
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Das Remake gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, bis heute wusste allerdings nicht mal das es ein Remake ist
Danke für den Tip, mal schauen ob ich das Original nochmal irgendwoher bekomme
Gibt es überall zu kaufen.
Viel Spaß beim Anschauen.