Geistreiche Sexkomödie: Eine Sommernacht mit Woody Allen

10. August 2009

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Bild: © Orion Pictures

Let’s talk about sex, baby! Eine Sommernachts-Sexkomödie von 1982 war bereits der 12. Film, bei dem Woody Allen die Regie geführt hatte. Nach Klassikern wie Was Sie schon immer über Sex wissen wollten (…), Der Stadtneurotiker und Manhattan war es auch der Film, der von der Kritik nur mäßig beurteilt wurde. Mia Farrow wurde im selben Jahr für den Razzie Award for Worst Actress (Goldene Himbeere) nominiert. Schlecht ist der Film aber beileibe nicht, nur eben nicht so herausragend wie andere Werke Allens. Der Handlung basiert lose auf Ingmar Bergmans schwedischer Filmkomödie Das Lächeln einer Sommernacht von 1955, und erzählt von einem Wochenende auf dem Landhaus, welches drei Paare gemeinsam verbringen. Wie der Titel schon verrät spielt Sexualität eine zentrale Rolle. Auf subtiler Ebene ist der Film weniger Komödie, als man vielleicht erwarten würde, denn alle Figuren haben ein indivuelles Problem in ihrem Sexualleben zu bewältigen: Paar Nr.1 hat ein seit Monaten gar kein Liebesleben mehr, die intellektuelle Verbindung bei Paar Nr.2 steht kurz vor der Hochzeit und Paar Nr.3 folgt relativ unkompliziert ihrem obszessiven Lusttrieb. Während des Wochenendes geraten alle sechs Figuren, die allesamt verschiedene Lebensmodelle repräsentieren, in allen möglichen Kombinationen aneinander, entdecken in den verschiedensten Konstellationen immer wieder neue Begierden und Gefühle, und somit auch die Vielfalt an Liebe und Sexualität. Am Ende scheinen viele Knoten gelöst, Hemmungen überwunden und etwas Selbsterkenntnis kehrt ein. Während seines sexuellen Höhepunktes von den eigenen Repressionen befreit, entflieht der Philosoph Leopold Sturgis gar in die Geisterwelt, die er ein Leben lang geleugnet hat. Abgedrehter Tobak. Der Film spielt vielleicht nicht in der ganz großen Klasse der Woody Allens Filme mit, weil er trotz seines Versprechens im Titel eher ein verkopfter und tiefgründiger Film ist. Und es eben keine Schauspieler in lustigen Spermienkostümen gibt.

You really do learn an awful lot about yourself through lovemaking.

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{ 6 comments… read them below or add one }

spanksen August 10, 2009 um 14:27

Früher hab ich Woody Allen Filme gemieden, aber seit ich “Matchpoint”, “Scoop” aber vor allen Dingen “Vicky Cristina Barcelona” gesehen habe bin ich ein richtiger Fan geworden. Könnte allerdings auch was mit meiner Leidenschaft zu Scarlett Johansson zu tun haben ;-)

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Arven August 11, 2009 um 06:41

Mal sehen, ich habe nächste Woche das Vergnügen ihn zu sehen :)

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elbenno August 10, 2009 um 15:19

:-) Ja das kann ich vollkommen nachvollziehen.

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stiller August 11, 2009 um 06:09

Ich auch. Allerdings kannte ich den Begriff “Sommernachts-Sexkomödie” auch erst seit Vicky Cristina Barcelona, so hat die BILD den Film genannt und meiner Meinung nach den Streifen völlig verkannt. Aber gut. Den hier habe ich glaube ich noch gar nicht gesehen, zumindest ist er nicht sonderlich hängen geblieben.

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elbenno August 11, 2009 um 16:43

Vicky Cristina Barcelona kenne ich wiederum nicht, Woody Allen hat aber auch viel gemacht. Aber vielleicht gab es für den BILD-Redakteur ja einen spannenden Zusammenhang zwischen beiden Filmen?

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elbenno August 11, 2009 um 16:44

Ja? Einfach so, oder zu einem speziellen Anlass? Kannst dann gerne berichten, wie du den Film fandest.

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