Atemberaubend ausgeflippt: Arizona Dream

by elbenno on 16. August 2009

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Filmregisseur Emir Kusturica soll sich während der Dreharbeiten zu Arizona Dream unter einen Baum gesetzt haben. Um zu warten. Das ganze Filmteam wartete eine Woche mit ihm. Bis Kusturica wieder das Gefühl für den Film hatte. Und das beschreibt sehr gut die Exzentrik der Kusturica Filme, welche in Arizona Dream von 1993 zudem traumhaft besetzt ist. Johnny Depp und Jerry Lewis. Wahnsinn. Neben Faye Dunaway, Lili Taylor und Vincent Gallo, die allesamt unheimlich gut spielen. Die Handlung ist schnell umrissen: Der junge Axel Blackmar (Johnny Depp) wird eher unfreiwillig von New York nach Arizona überredet, zur Hochzeit seines Ziehonkels Leo Sweetie (Jerry Lewis). Dort steigt er in das Geschäft Sweeties als Automobilverkäufer ein, und lernt so Elaine (Faye Dunaway) und Grace Stalker (Lili Taylor) kennen. Mit seinem Jugendfreund Paul Leger (Vincent Gallo) besucht er das explosive Frauengespann auf ihrem Landhaus. Und spätestens hier geht die Handlung durch die Decke. Der Film ist ein Pinselstrich manifestierte Kunst: Die Bilder sind großartig fotografiert, die Ausstattung ist unheimlich liebevoll. Überall gibt es etwas zu entdecken. In jeder Einstellung sieht man knuffige Tiere. Oder unheimlich witzige Statisten, die total verrückte Sachen machen. Ein Film voller Film. Mit dem genialsten Filmzitat aller Zeiten, wenn Paul Leger die Maiskolbenfeldszene mit dem Flugzeug aus Hitchcocks North by Northwest bei einem Talentwettbewerb imitiert. Und trotz der warmen Farbfilter und all dem Irrsinn, steckt in den Film auch viel Dramatik und Lebensweisheit. Nur wird sie eben auf die Weise dargestellt, dass Jerry Lewis mit einem Cadillac zum Mond fliegt. Das tollste an Arizona Dream ist, wie gut der Film durch die Handlung führt und man mit der Geschichte mitwächst. Wer die Gelegenheit hat, das Bonusmaterial der DVD zu sehen: Es gibt in den Deleted Scenes eine schöne Plansequenz von gut 12 Minuten Dauer! Toller Film.

I never thought it could happen, but love hit me like an elephant and I was thrown into a jungle of dreams.

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{ 1 trackback }

Abwasch DELUXE #01
8. Februar 2010 um 14:12

{ 8 comments… read them below or add one }

marta 16. August 2009 um 20:24

Ich liebe diesen Film. Ich kann ihn aber nur allein schauen. Ist jemand dabei, stresst mich das ungemein und ich muß gehen. Irgendwann sollte ich mal herausfinden, woran das liegt.

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elbenno 23. August 2009 um 17:53

Ah, nicht jeder Johnny Depp Film, aber die meisten! ;-)

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marta 17. August 2009 um 09:03

Mithören? Was denkst Du denn, was ich mache, wenn ich mir den Film ansehe? :-)
Überleg mal, und sag mir dann bescheid, auf was Du gekommen bist. Ich bin gespannt.

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Dr. Borstel 17. August 2009 um 13:30

Klingt wirklich interessant, und Johnny Depp allein ist für mich sowieso schon Grund genug, einen Film anzuschauen. Muss ich mir unbedingt besorgen.

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elbenno 17. August 2009 um 06:43

Vielleicht spricht dich der Film so persönlich an, dass du Angst hast, es könnte jemand mithören? Werde ich mir in den nächsten Tagen mal überlegen. ;-) Aber interessant!

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elbenno 23. August 2009 um 17:53

Vielleicht weckt der Film in dir Gefühle, die du nicht preisgeben möchtest? Hat es mit Johnny Depp zu tun?
Mhm… oder mit Kartoffelchips?

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marta 26. August 2009 um 08:10

Ich bin ja nie ganz über die Trennung von Johnny Depp und Winona Ryder hinweg gekommen und ich hasse die Tatsache, daß er Vanessa Paradis (wie schreibt die sich?) befruchtet hat. Das hätte alles ganz anders laufen sollen!!!
Aber damit hat es wohl auch nichts zu tun. Komisch, komisch.

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elbenno 26. August 2009 um 10:57

Vanessa Paradis hat eine freundliche Zahnlücke. Und vielleicht ist Winona Ryder privat total ätzend, oder gar Johnny Depp selbst!? Man weiß ja nie. ;-)

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