Coraline

25. August 2009

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Bild: © Focus Features / Universal Pictures International

Henry Sellik und sein Team ließen über drei Jahre für Coraline, einer Verfilmung nach der Gruselgschichte von Neil Gaimann, die Puppen tanzen. Und der Puppentrickfilm fasziniert von der ersten Minute an, und lässt ganz nebenbei mit der ältesten aller Tricktechniken sämtliche computeranimierten Filme der letzten Jahre an Tragkraft hinter sich. Coraline ist echt und erzeugt dadurch wirkliche Faszination. So gänzlich echt hingegen ist Coralines Traumwelt nicht. Märchentypisch entschwindet sie der kalten Realität, der Vernachlässigung seitens ihrer Eltern, durch eine Art Geburtskanal in ihre persönliche Wunschwelt. Hier sorgen die anderen Eltern für sie. Immer wieder entschwindet Coraline durch eine geheime Tür, ein paradisisch-schauriges Spiel mit Verlockung und Verführung. Natürlich ist nichts wie es scheint und mit dem Anfang vom Ende verfällt der Film in eine immer morbidere Ästhetik. Und diese ist sowieso vom Feinsten. Das ganze Design ist unheimlich schön und schön unheimlich. Ausgefüllt wird das ganze durch wundervoll starke Charaketere (und wir reden hier von Puppen), welche durch die verschiedenen Ebenen hinweg in verschiedenen Versionen ihrer Selbst auftreten. Interpretation erwünscht! Insgesamt dreht sich durch die  Handlung ein gesamtes Weltbild, und das auf den ersten Blick nüchterne Ende – ohne zu viel zu veraten – ist wiederum unheimlich versöhnlich. Die Realität ist vielleicht grau, aber okay!  Ein Film zum zweimal Nachdenken.  Und hier punktet der Film im Gegensatz zu vielen Blockbustern und Animationsstreifen der großen Studios: Coraline hat Reife. Dieser Film nimmt sich und vor allem den Zuschauer für erwachsen. Und dafür kann man dankbar sein. Filmtipp!

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Jouir la vie August 25, 2009 um 09:42

Der Beschreibung nach könnte ich mir den mal anschauen. Denn die meisten animierten Filmchen törnen mich nicht so recht an…
Servus und so long
Kvelli

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spanksen August 25, 2009 um 09:48

Hab Coraline letzte Woche mit meiner Tochter im Kino gesehen, ein toller Film der mich durchgehend gefesselt hat. Düster und spannend, nix für die ganz kleinen, aber durchaus für uns großen!

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lizzz August 26, 2009 um 08:27

American Gods gibt’s als Taschenbuch für’n paar Euros.

Ist eines meiner All-Time-Favourites: so ideengewaltig, so schön, so traurig und ich liebe Gaimans Sprache und seinen Umgang mit den Figuren ohnehin.

(Habe das Thema Gaiman auf meinem Blog schon etwas überstrapaziert, höhö.)

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lizzz August 25, 2009 um 11:02

Das Buch hatte mich von der ersten Seite an. Seitdem habe ich es bestimmt zehn Mal gelesen.

Den Film hab ich vor ein paar Wochen gesehen und war positiv von der wunderschönen Umsetzung überrascht. Ich fragte mich aber, ob die Story für diejenigen, die das Buch nicht vorher kannten, verständlich gewesen ist. War sie es?

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elbenno August 26, 2009 um 11:01

Ich hatte mal einen tollen Bericht über American Gods im Radio gehört, und erinnere mich auch noch an den flammenden Einband. Ja, mittlerweile gibt es das Taschenbuch. ;-) Werde mal auf deinem Blog nach Gaiman (was für ein Name!) forsten.

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elbenno August 26, 2009 um 22:28

Lass den Unikrempel und schau dir Coraline an! ;-)

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abraxandria August 25, 2009 um 12:53

Mit Puppen! Das find ich gut!

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vetaro August 25, 2009 um 16:46

Finde Neil Gaimann ziemlich super. Habe sowoh Good Omes als auch beide Bücher zu American Gods gelesen.

Sehr typisch finde ich bei ihm, dass es die ganze Zeit gerne mal ziemlich ruhig und langweilig zugeht, und dann kommt so ein englischer höhepunkt (das ist einer, bei dem im Hintergrund jemand sitzen und tea time abhalten könnte, ohne fehl am Platz zu wirken) und dann ganz plötzlich macht alles sinn. Inklusive der Phasen, in denen beinahe nichts geschehen ist.

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amidelanuit August 26, 2009 um 07:05

ohohoho jajajajaja!! ich freu mich schon so – samstag gehts ins kino!

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paleica August 26, 2009 um 12:27

hab schon ein paar mal den trailer gesehen und der hat mich echt ziemlich gereizt. deiner beschreibung zufolge lohnt es sich also, ihn anzuschauen.

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elbenno August 26, 2009 um 14:08
Dr. Borstel August 26, 2009 um 12:31

Ich wollte schon lange mal was von Gaiman lesen, aber hab’s irgendwie immer wieder aufgeschoben – wird mal Zeit. Hab schon so viel Gutes über ihn gehört …

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stiller August 26, 2009 um 20:58

:) Wirklich sehr schön, der Film. Hab hier in der Nähe leider gar kein Kino gesehen, das ihn in 3D gezeigt hätte, aber früher gabs sowas auch nicht und die Bildgewalt ist auch so schon wunderschön.

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Robbi Juli 19, 2010 um 18:54

Ich fand den Film wirklich gut gemacht, obwohl teilweise für die kleineren Kinder zu viele eklige Sachen drin waren, z. b. wie die andere Mutter einen Käfer isst und der halbe, abgebissene Käfer sich noch in der Hand bewegt. Nur frage ich mich, ob es im Buch die Mrs. Lovett gab(Ihr Enkel Wybie wurde ja für den Film hinzuerfunden, die man im Film am Ende sieht.

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elbenno August 25, 2009 um 09:49

give it a try!

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elbenno August 25, 2009 um 09:51

Überraschenderweise waren wir gestern allein im Saal, die Kleinen gehen wohl eher in Ice Age 3 oder sowas. Außer sie werden von Papa in Coraline geschleppt. ;-) Aber stimmt, es ist kein wirklicher Kinderfilm.

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spanksen August 25, 2009 um 10:14

Zufällig in 3D gesehen?

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elbenno August 25, 2009 um 10:54

Leider nein. Wobei ich das 3D-IMAX neulich auf Dauer anstrengend fand. Liegt an den Augen. Und am Alter vermutlich. ;-)

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elbenno August 25, 2009 um 11:15

Die Filmstory glaube ich verstanden zu haben. Wobei dein Kommentar jetzt mein Interesse geweckt hat: Gibt es Unterschiede zwischen Film / Buch hinsichtlich der Verständlichkeit und Deutung? Sprich! ;-)

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lizzz August 25, 2009 um 14:00

Och nö, grundsätzlich gibt es keine Unterschiede zwischen Film und Buch, inhaltlich gesehen. Ich hatte beim Filmgucken so den Gedanken, dass ich die Story ohne Vorwissen vielleicht ein wenig verwirrend gefunden hätte. Ist jetzt nur so ne Vermutung.

Das Buch erzählt eben naturgemäß wesentlich dichter, als der Film es tut, und ich finde, dass Coraline als Figur mehr ans Herz wächst. Die Motivationen der einzelnen Charaktere sind überzeugender. Gerade die Katze spielt im Buch eine ziemlich ambivalente Rolle, wesentlich undurchsichtiger als im Film.

Aber wie gesagt, die filmische Umsetzung fand ich technisch sehr sehr toll.

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elbenno August 25, 2009 um 19:44

Das mit der Ambivalenz der Figuren wollte ich eigentlich im Eintrag erwähnen. Verdammt, Vergesslichkeit. ;-) Die vermeintlich guten Eltern, die Coraline komplett verdrängen, die böse Hexe, die eigentlich Liebe sucht, der Kater, der Coraline das Leben rettet, während Coraline den Kater kaltblütig opfern möchte. Bissle verdreht, definitiv nicht Disney.

Das Buch möchte ich noch lesen, unbedingt. Sobald ich ein wenig den Film vergessen habe. ;-)

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elbenno August 25, 2009 um 19:47

Stimmt! American Gods ist auch von ihm. Das wollte ich mal lesen, sobald es als Taschenbuch erscheint. Müsste mittlerweile passiert sein. ;-) Dem Film merkt man definitiv eine gutes Storyfundament an.

“englischer Höhepunkt” – das kannte ich noch nicht.

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elbenno August 25, 2009 um 19:47

Vor allem sehr coole Puppen!

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elbenno August 26, 2009 um 11:01

Viel Spaß. Ein Film, den ich gerade noch einmal im Kino sehen könnte. Ich lese ja dann bestimmt in deinem Blog darüber ;-)

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lizzz August 26, 2009 um 13:51

ja, der name ist für alberne zeitgenossen für mich immer wieder ein quell der banalen freude.

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elbenno August 26, 2009 um 22:31

Bei uns gibts auch kein 3D Kino… In der amerikanischen DVD gibts aber beide Fassungen inklusive vier 3D Brillen. Mal schauen, wie der Film bei uns rauskommt.

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elbenno August 26, 2009 um 22:31

dito!

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paleica August 27, 2009 um 09:39

heut gehts erstmal in hangover (;

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spanksen August 27, 2009 um 09:57

Viel Spaß, einer der lustigsten und besten Filme diesen Jahres!

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paleica August 28, 2009 um 08:39

fand ihn ganz cool, aber sooo atemberaubend konnte ich ihn nicht finden. nur der phil, der war ziemlich sehenswert +ggg+

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